{"id":775,"date":"2012-08-17T08:44:01","date_gmt":"2012-08-17T06:44:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=775"},"modified":"2012-08-17T08:44:43","modified_gmt":"2012-08-17T06:44:43","slug":"didf-informiert-solidaritat-mit-den-streikenden-textilarbeitern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=775","title":{"rendered":"DIDF informiert: Solidarit\u00e4t mit den streikenden Textilarbeitern!"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Gaziantep sind 5000 Textilarbeiter f\u00fcr eine Erh\u00f6hung ihrer Geh\u00e4lter und Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen in einen unbefristeten Streik getreten.<\/strong><\/p>\n<p>Der Widerstand mehrerer Tausend Arbeiter im Industriegebiet Gaziantep Baspinar, der seit mehr als einer Woche andauert und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Erh\u00f6hung der Geh\u00e4lter einfordert, geht weiter. Die mehr als 5000 Arbeiter kommen aus 8 verschiedenen Produktionsst\u00e4tten. Diese Firmen, die Exporte im Wert von vielen Millionen Dollar erreichen, sehen es jedoch nicht ein, ihren Arbeitern eine Existenz sichernde Verg\u00fctung zuzugestehen. <!--more-->Obwohl die Arbeiter einen durchschnittlichen Arbeitstag von 12-16 Stunden haben, werden ihre \u00dcberstunden nicht bezahlt, es werden keine Sonntagszuschl\u00e4ge bezahlt. Und wenn diese bezahlt werden, schlagen sich diese Betr\u00e4ge nicht in der Abrechnung nieder. Arbeiter, die Sonntags nicht arbeiten oder keine \u00dcberstunden leisten wollen, bekommen entweder einen Abzug ihrer Geh\u00e4lter quittiert oder werden gezwungen unbezahlten Urlaub zu nehmen. Viele Arbeiter, die bereits seit Jahren in den selben Fabriken arbeiten, bekommen Geh\u00e4lter entweder in H\u00f6he von einem Mindestlohn oder unbedeutend mehr.<\/p>\n<p><em><strong>Druck von internationalen Konzernen<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die von den streikenden Arbeitern produzierten Waren, werden in die verschiedensten M\u00e4rkte der Welt exportiert. Die Arbeiter in Antep befinden sich hierarchisch innerhalb dieser internationalen Produktionskette auf der untersten Ebene.\u00a0 Der Druck, zu einem bestimmten, sehr geringen Preis zu produzieren, der von internationalen Konzernen auf die Chefs in Antep gemacht wird, wird auf die Arbeiter weitergegeben. Somit steigt der Druck auf die Arbeiter und ihre Ausbeutung wird um ein mehrfaches gesteigert.<br \/>\nUnter diesen internationalen Konzernen befinden sich zig deutsche Firmen, die aufgrund der gravierenden Ausbeutungsbedingungen, unter denen die Arbeiter in der T\u00fcrkei arbeiten m\u00fcssen, ihre Gewinne stetig erh\u00f6hen. Aus diesem Grund m\u00fcssen wir uns mit den streikenden Arbeitern in Gaziantep solidarisieren.<\/p>\n<p><em><strong>Der Streik weitet sich aus<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Der Streik, der anf\u00e4nglich von einigen Hundert Arbeitern begonnen wurde, weitet sich aus. Zum jetzigen Zeitpunkt nehmen an dem Streik mehrere Tausend Arbeiter teil. Die Ausweitung des Streikes geht weiter. Es l\u00e4sst sich voraussehen, dass dieser Streik sich auf das gesamt Industriegebiet Gaziantep ausweiten wird. Die Widerstandsbereitschaft der Arbeiter in Antep ist nicht neu. Ein Streik in 1996, der mit Arbeitern aus ein paar Fabriken begann, weitete sich in kurzer Zeit auf 540 Fabriken mit insgesamt mehr als 20 Tausend Arbeitern aus. Die Arbeiter f\u00fchrten einen erfolgreichen Streik, der einen Monat andauerte und daraus resultierend viele Rechte erk\u00e4mpft wurden.<br \/>\nDamit auch dieser Streik f\u00fcr die Arbeiter erfolgreich wird, ist es eine wichtige Bedingung, dass eine gro\u00dfe nationale-internationale Unterst\u00fctzung und Solidarit\u00e4t stattfindet. Denn die Chefs der Textilarbeiter nutzen auch die staatlichen Sicherheitsorgane zu ihrer Unterst\u00fctzung und versuchen den Widerstand zu brechen, den Druck auf die Arbeiter zu verst\u00e4rken, damit diese mit den selben Bedingungen wieder zur\u00fcck an ihre Arbeit gehen.<br \/>\nDamit die Textilarbeiter in Antep zu ihrem Recht kommen und ihre Forderungen erf\u00fcllt werden, damit ihr Widerstand unterst\u00fctzt und gest\u00e4rkt wird, rufen wir alle Arbeiter, Arbeitervertreter und Gewerkschafter dazu auf, sich mit den Textilarbeitern in Antep zu solidarisieren und sie in ihrem Widerstand zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><em><strong>Die Forderungen der Textilarbeiter aus Antep sind:<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&#8211; die Erh\u00f6hung der Geh\u00e4lter auf 1000 TL,<br \/>\n&#8211; alle drei Monate eine Zusatzzahlung in H\u00f6hne des nationalenMindestlohnes,<br \/>\n&#8211; Sonntagsarbeit wird verg\u00fctet mit 100 TL,<br \/>\n&#8211; jegliche Zahlungen spiegeln sich in den Lohnabrechnungen wider.<\/p>\n<p>Ihre Protest- sowie Solidarit\u00e4tsbekundungen werden durch unsere F\u00f6deration an die Arbeiter, Gewerkschaften sowie an die Arbeitgeber weitergeleitet.<br \/>\nIhre Mails k\u00f6nnen Sie an didf@didf.de schicken.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts775&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts775&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Gaziantep sind 5000 Textilarbeiter f\u00fcr eine Erh\u00f6hung ihrer Geh\u00e4lter und Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen in einen unbefristeten Streik getreten. 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