{"id":767,"date":"2012-08-16T01:31:29","date_gmt":"2012-08-15T23:31:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=767"},"modified":"2012-08-16T01:31:29","modified_gmt":"2012-08-15T23:31:29","slug":"stuttgarter-zeitung-millionen-deutsche-wurden-gerne-mehr-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=767","title":{"rendered":"Stuttgarter Zeitung: &#8218;Millionen Deutsche w\u00fcrden gerne mehr arbeiten&#8216;"},"content":{"rendered":"<h4>Studie Viele Frauen in Teilzeit haben ein Interesse daran aufzustocken. Oft fehlt es aber an einer ausreichenden Kinderbetreuung.<\/h4>\n<p>Etwa 7,4 Millionen Deutsche suchen einen Arbeitsplatz oder w\u00fcrden gern mehr arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt in einer am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Untersuchung, die auf einer Haushaltsbefragung beruht. Um in Zeiten des drohenden Fachkr\u00e4ftemangels das brachliegende Potenzial an Arbeitskr\u00e4ften zu heben, fordern Experten den Ausbau der Kinderbetreuung. Das soll vor allem Frauen bessere Jobchancen geben.<!--more--><br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte Gruppe innerhalb des &#8218;ungenutzten Arbeitskr\u00e4ftepotenzials&#8216; bilden die 2,5 Millionen Erwerbslosen, die aktiv eine Besch\u00e4ftigung suchen und auch kurzfristig f\u00fcr eine Anstellung zur Verf\u00fcgung stehen. Fast zwei Millionen Teilzeitbesch\u00e4ftigte m\u00f6chten ihre Arbeitszeit gern erh\u00f6hen, ebenso 1,7 Millionen Vollzeitbesch\u00e4ftigte. Hinzu kommt noch die sogenannte stille Reserve: Das sind 1,2 Millionen M\u00e4nner und Frauen, die kurzfristig keinen Job annehmen k\u00f6nnen oder derzeit nicht aktiv auf Arbeitssuche sind.<br \/>\nNach einer Studie des gewerkschaftsnahen Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK) gibt es gleichzeitig jedoch weit mehr Besch\u00e4ftigte, die gern weniger arbeiten wollen und entsprechende Lohneinbu\u00dfen in Kauf nehmen w\u00fcrden. &#8218;K\u00f6nnten alle Arbeitnehmer so arbeiten, wie sie wollen &#8211; die einen l\u00e4nger, die anderen k\u00fcrzer -, dann w\u00fcrden unter dem Strich zwei Millionen zus\u00e4tzliche Arbeitskr\u00e4fte ben\u00f6tigt&#8216;, sagte IMK-Arbeitsmarktexperte Hartmut Seifert.<br \/>\n&#8218;Die einzelnen Formen des ungenutzten Arbeitskr\u00e4ftepotenzials unterscheiden sich teilweise deutlich zwischen den Geschlechtern&#8216;, fanden die Statistiker heraus. So liegt der Frauenanteil bei den knapp zwei Millionen Unterbesch\u00e4ftigten in Teilzeit bei 72 Prozent. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr unterscheiden sich in Ost und West. Ostdeutsche weichen h\u00e4ufig auf Teilzeit aus, weil sie keine Vollzeitt\u00e4tigkeit finden. &#8218;Von westdeutschen Frauen hingegen wird eine Teilzeitbesch\u00e4ftigung h\u00e4ufig aus pers\u00f6nlichen oder famili\u00e4ren Gr\u00fcnden wie beispielsweise aus Kinderbetreuungsverpflichtungen heraus angenommen&#8216;, teilte das Statistische Bundesamt mit.<br \/>\nLaut IMK kann der Staat mit dem Ausbau von Kindertagesst\u00e4tten und Ganztagsschulen daf\u00fcr sorgen, dass mehr Frauen einen Job annehmen oder l\u00e4nger arbeiten. &#8218;Wenn es eine qualitativ und quantitativ bessere Kinderbetreuung gibt, dann werden auch mehr Frauen Vollzeit arbeiten&#8216;, sagte Seifert. &#8218;Es gibt ein enormes Potenzial an gut ausgebildeten Frauen, das mobilisiert werden kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.&#8216; Damit lasse sich auch die drohende Fachkr\u00e4ftel\u00fccke verkleinern. Das sieht die von der Wirtschaft finanzierte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) genauso. &#8218;Bei der Kinderbetreuung gibt es nach wie vor den gr\u00f6\u00dften Handlungsbedarf&#8216;, sagte ihr Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hubertus Pellengahr. M\u00e4nner dominieren mit einem Anteil von 73 Prozent bei den Vollzeitbesch\u00e4ftigten mit mindestens 32 Wochenstunden, die gern mehr arbeiten m\u00f6chten. Sie wollen ihre Arbeitszeit jedoch meist nur um wenige Stunden erh\u00f6hen. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der im Aufschwung geschaffenen Jobs wurde nach Einsch\u00e4tzung der Lobbygruppe INSM mit Arbeitsuchenden aus der stillen Reserve besetzt. &#8218;Da sind wir auf dem richtigen Weg&#8216;, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Pellengahr. Zudem sei es wichtig gewesen, mit den Hartz-Reformen den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren und mehr Anreize zur Aufnahme einer Besch\u00e4ftigung zu schaffen. Teilzeit werde von vielen Menschen gew\u00fcnscht und sollte noch mehr ausgebaut werden &#8211; zum Vorteil der Unternehmen und der Besch\u00e4ftigten, sagte der INSM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Zudem m\u00fcssten Arbeitnehmer besser weiterqualifiziert werden, wenn sie nach einer Auszeit auf den Jobmarkt zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts767&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts767&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studie Viele Frauen in Teilzeit haben ein Interesse daran aufzustocken. 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