{"id":366,"date":"2012-02-09T17:16:31","date_gmt":"2012-02-09T15:16:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=366"},"modified":"2012-02-09T17:16:31","modified_gmt":"2012-02-09T15:16:31","slug":"ig-metall-tarifrunde-ein-ende-der-bescheidenheit-ist-fallig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=366","title":{"rendered":"IG Metall-Tarifrunde \u2013 ein Ende der Bescheidenheit ist f\u00e4llig!"},"content":{"rendered":"<p><em>Gertrud Moll<\/em><br \/>\nIn den Metallbetrieben ist die Diskussion \u00fcber die Forderungsh\u00f6he voll im Gang. In Stuttgart wurden auf einer Funktion\u00e4rsversammlung die Forderungen der Besch\u00e4ftigten vieler Betriebe vorgetragen, \u00f6fters auch mehr als die 6,5%, die inzwischen von der IGM-F\u00fchrung propagiert werden: zum Beispiel bei Daimler Untert\u00fcrkheim wurden 8%, bei Coperion-Werner und Pfleiderer sowie von Mahle 7,5%, bei Bosch Feuerbach 7%, bei Porsche 9,5% (!) verlangt. Von Daimler Sindelfingen wurden 6,5% gefordert. Eine Laufzeit von 12 Monaten wird einhellig gew\u00fcnscht.<!--more-->Von Seiten der IG Metall-Leitung ist das Thema Festbetr\u00e4ge oder kombinierte Festgeld- und Prozentforderungen ausgeblendet. In der Diskussion in Betrieben und Funktion\u00e4rstreffen wurde es vielfach propagiert, und mindestens in den Verwaltungsstellen Freudenstadt und Schw\u00e4bisch Hall bekam ein solcher Vorschlag eine Mehrheit. Eine Festgeldforderung wurde in die Tarifkommission BaW\u00fc eingebracht, aber abgelehnt. Die Bezirksleitung in Stuttgart will die heutige auf den ERA-Tarifvertr\u00e4gen \u00a0basierende Struktur nicht ver\u00e4ndern lassen.\u00a0 Dabei geht die Schere zwischen unteren und oberen Entgeltgruppen immer weiter auf. Die Inflation trifft die Niedrigverdiener wesentlich sch\u00e4rfer.\u00a0 Klar ist, dass nur mit langem Atem Strukturforderungen durchsetzbar sind. Notwendig sind f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre bessere Absprachen der Verfechter von Sockelbetr\u00e4gen in verschiedenen Verwaltungsstellen, damit die Forderung nicht zu niedrig ausf\u00e4llt.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig wurde kritisiert, dass die IG Metall sich mit ihrer Formel f\u00fcr den \u201everteilungsneutralen Spielraum\u201c immer auf das gesamtwirtschaftliche Produktivit\u00e4tswachstum anstatt auf die Produktivit\u00e4t in der Metallindustrie bezieht. Letztere ist langfristig (mit Ausnahme der Krisenzeit) wesentlich h\u00f6her als in der Gesamtwirtschaft.<\/p>\n<p>Dass die IG Metall sich f\u00fcr die Fest\u00fcbernahme der Auslerner und gegen Leiharbeit einsetzt, wird in den Betrieben einhellig positiv gesehen. Von Daimler-Kollegen kam Kritik an dem im Konzern vereinbarten Leiharbeiter-Prozentsatz von 8% und Ausw\u00fcchsen mit Sub-Sub-Verleihern.<\/p>\n<p>Nun muss es darum gehen, f\u00fcr die angek\u00fcndigte Forderung zu k\u00e4mpfen und nicht, wie schon so \u00a0oft, \u00a0bei der H\u00e4lfte aufzuh\u00f6ren!<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts366&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts366&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gertrud Moll In den Metallbetrieben ist die Diskussion \u00fcber die Forderungsh\u00f6he voll im Gang. 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