{"id":173,"date":"2011-06-30T10:02:26","date_gmt":"2011-06-30T08:02:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=173"},"modified":"2011-08-15T10:07:53","modified_gmt":"2011-08-15T08:07:53","slug":"engagement-kein-werben-furs-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=173","title":{"rendered":"Engagement: Kein Werben f\u00fcr&#8217;s Sterben"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Unterschriften_kein_Werben_fuers_Sterben.pdf\">Unterschriftenliste-Download<\/a><\/p>\n<p><strong>Antrag und Appell an den Ortsvorstand der IG Metall Schw\u00e4bisch Hall, den Regionsvorstand des DGB, an die Einzelgewerkschaften des DGB und an aktive Kolleginnen und Kollegen, insbesondere in den Verwaltungsaussch\u00fcssen der Agentur f\u00fcr Arbeit.<\/strong><\/p>\n<p>Lange Zeit wurde ein Zusammenhang zwischen Militarisierung und Sozialabbau, auch in den Gewerkschaften, allein \u00fcber die sinkenden Sozialausgaben bei steigenden Milit\u00e4rausgaben hergestellt.<\/p>\n<p>Gerade in Deutschland aber, wo das Milit\u00e4r gerne als Spiegelbild der Gesellschaft und der Soldat als Staatsb\u00fcrger in Uniform dargestellt wird, verpflichten sich immer mehr Jugendliche aus gesellschaftlich unterprivilegierten Gruppen als &#8222;L\u00e4ngerdienende&#8220; weil sie f\u00fcr sich keine oder kaum Chancen auf dem zivilen Arbeitsmarkt sehen. \u00c4hnlich wie in den USA unterwerfen sich Jugendliche den Gefahren des Kriegseinsatzes, weil ihnen die Gesellschaft keine anderen Chancen l\u00e4sst.<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Bundeswehr ist dies \u00fcberaus praktisch, denn sie hat extreme Schwierigkeiten, an ausreichend RekrutInnen f\u00fcr ihre zunehmenden Auslandseins\u00e4tze zu gelangen, da der Soldatenberuf unter den Jugendlichen, vor allem unter denen, die auf dem zivilen Arbeitsmarkt gute Perspektiven haben, extrem unbeliebt ist.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund sucht die Bundeswehr nach immer neuen M\u00f6glichkeiten, Jugendliche anzuwerben: dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>die massive Werbung auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen, in Schulen und Universit\u00e4ten, bei Arbeits- Agenturen, im Fernsehen, Kino und Internet<\/li>\n<li>die Absenkung der Einstellungskriterien<\/li>\n<li>die schamlose Ausnutzung der Situation arbeitsloser Jugendlicher.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Besonders profitiert die Bundeswehr von der Versch\u00e4rfung der Auflagen f\u00fcr unter 25-j\u00e4hrige HARTZ 4 Empf\u00e4nger. Vor diesem Hintergrund erweist sich der Sozialabbau als Rekrutierungsgehilfe der Bundeswehr. Dies geht mittlerweile soweit, dass die Bundeswehr in zahlreichen Arbeitsagenturen und ARGEn (<em> 204 ARGEn- Stand 4\/2008 &#8211; u.a. auch Heilbronn,Waiblingen,Reutlingen, Aalen)<\/em> regelm\u00e4\u00dfig Rekrutierungsveranstaltungen abh\u00e4lt und sogar Berichte vorliegen, dass HARTZ 4 Empf\u00e4nger Leistungsk\u00fcrzungen angedroht wurden, sollten sie sich weigern, an Rekrutierungsveranstaltungen teilzunehmen. (Sprecher d. <em>ARGE Leipzig : &#8222;Ein Angebot f\u00fcr einen Job beim Bund werten wir als normale Wiedereingliederungshilfe. Allerdings werden wir in jedem Einzelfall pr\u00fcfen, ob das Angebot zumutbar war und somit Sanktionen f\u00e4llig werden.&#8220;)<\/em><\/p>\n<p>Wir GewerkschafterInnen wollen nicht, dass sich die Gesellschaft damit anfreundet oder abfindet, dass Jugendliche de facto zum T\u00f6ten gezwungen werden und sich in die Gefahr begeben, get\u00f6tet zu werden.<\/p>\n<p>Deshalb unterst\u00fctze ich diesen Appelle und nachstehende Forderungen :<\/p>\n<ul>\n<li>Bundeswehr raus aus Schulen, Arbeits\u00e4mtern, Jobb\u00f6rsen und Unis. Arbeitspl\u00e4tze statt Kriegseins\u00e4tze!<\/li>\n<li>Solange diese Forderung unerf\u00fcllt bleibt- fordern wir den gleichberechtigten Zugang zu Schulveranstaltungen, Unis und Arbeitsamts- Jobb\u00f6rsen, f\u00fcr antimilitaristische Gruppen und Gewerkschaften, im Sinne einer Erziehung zum Frieden.<\/li>\n<li>R\u00fcckzug der deutschen Truppen aus den Auslandseins\u00e4tzen &#8211; Umschichtung von R\u00fcstungsgeldern zugunsten sozialer und entwicklungspolitischer Ma\u00dfnahmen.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts173&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts173&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterschriftenliste-Download Antrag und Appell an den Ortsvorstand der IG Metall Schw\u00e4bisch Hall, den Regionsvorstand des DGB, an die Einzelgewerkschaften des DGB und an aktive Kolleginnen und Kollegen, insbesondere in den Verwaltungsaussch\u00fcssen der Agentur f\u00fcr Arbeit. 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