{"id":1527,"date":"2018-07-20T10:57:58","date_gmt":"2018-07-20T08:57:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=1527"},"modified":"2019-08-13T11:21:51","modified_gmt":"2019-08-13T09:21:51","slug":"kuenstliche-intelligenz-gemeinwohlorientiert-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?p=1527","title":{"rendered":"K\u00fcnstliche Intelligenz gemeinwohlorientiert nutzen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1528\" style=\"width: 247px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tatti_MdB_Pressefoto.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1528\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1528 size-medium\" src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tatti_MdB_Pressefoto-237x300.jpg\" alt=\"\" width=\"237\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tatti_MdB_Pressefoto-237x300.jpg 237w, https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tatti_MdB_Pressefoto-768x971.jpg 768w, https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tatti_MdB_Pressefoto-316x400.jpg 316w, https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Tatti_MdB_Pressefoto.jpg 1544w\" sizes=\"(max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1528\" class=\"wp-caption-text\">Jessica Tatti ist Sprecherin f\u00fcr Arbeit 4.0 der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Mitglied im LandessprecherInnenrat Betrieb und Gewerkschaft Baden-W\u00fcrttemberg<\/p><\/div>\n<p>\u201eEs irritiert, dass die Bundesregierung jetzt die Eckpunkte ihrer \u201aStrategie K\u00fcnstliche Intelligenz\u2018 beschlie\u00dft, ohne die gerade eingesetzte Enquete-Kommission in ihrem Papier \u00fcberhaupt zu erw\u00e4hnen. Das Thema K\u00fcnstliche Intelligenz wird fast alle Bereiche unseres Lebens betreffen. <strong>Politische Strategien zum Umgang mit dem Wandel von Arbeitswelt und Arbeitsmarkt, zur Zukunft der Aus- und Weiterbildung und zum Personendatenschutz d\u00fcrfen keinesfalls von der Bundesregierung hinter verschlossenen T\u00fcren mit Unternehmens- und Wirtschaftsvertretern ausgehandelt werden<\/strong>&#8222;, so Jessica Tatti, Sprecherin f\u00fcr Arbeit 4.0 der Fraktion DIE LINKE und designiertes Mitglied der Enquete-Kommission &#8222;K\u00fcnstliche Intelligenz &#8211; Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale&#8220;. Tatti weiter:<\/p>\n<p>\u201eDie Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass die Handlungsempfehlungen von Enquete-Kommissionen von der Bundesregierung gerne ignoriert werden. <strong>Es ist zwingend notwendig, den Dialog \u00fcber den politischen Umgang mit K\u00fcnstlicher Intelligenz so breit und \u00f6ffentlich wie m\u00f6glich zu f\u00fchren und auch die Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigten und die Gesellschaft zu er\u00f6rtern<\/strong>.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Petra Sitte, Sprecherin f\u00fcr Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der Fraktion DIE LINKE und designiertes Mitglied der Enquete-Kommission, erg\u00e4nzt: \u201eDie Bundesregierung hat in ihren Eckpunkten jede Menge Buzzwords vorgelegt und auch einige grunds\u00e4tzlich richtige Dinge festgehalten. Wenn sie das in wirksame Politik umsetzen will, wird sie aber konkreter werden und an einigen Stellen umsteuern m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Zugang zu Daten ist in der Tat eine Schl\u00fcsselfrage der KI-Entwicklung. Die Bundesregierung bleibt bei dem von ihr angestrebten \u201aRechtsrahmen\u2018 f\u00fcr Daten aber vage, wohl auch deshalb, weil sie bereits eine \u201aDatenethikkommission\u2018 eingesetzt hat, die diese Themen parallel bearbeitet. Wenn dabei, wie im Koalitionsvertrag angek\u00fcndigt, das sogenannte Dateneigentum diskutiert werden soll, ist eher eine Blockade von Innovationen und offenem Austausch zu erwarten. Auch der reine Verweis auf die Vorgaben des Datenschutzes greift kurz, wenn es etwa darum geht, inwieweit gro\u00dfe Mengen personenbezogener Daten \u00fcberhaupt wirksam anonymisiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gemeinwohlorientierte Nutzung von K\u00fcnstlicher Intelligenz setzt voraus, dass die n\u00f6tigen Ressourcen nicht nur in den H\u00e4nden einiger gro\u00dfer Konzerne liegen. Dazu braucht es unter anderem einen offenen Zugang zu Forschungsergebnissen, Datengrundlagen und Standards. In der letzten Legislaturperiode wurde ein Open-Data-Gesetz verabschiedet, das Forschungsdaten explizit von der Ver\u00f6ffentlichungspflicht ausschlie\u00dft; wenn die Ank\u00fcndigungen in den Eckpunkten ernst gemeint sind, muss nicht nur hier nachgebessert werden. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr Text und Data Mining, wo die Eckpunkte richtigerweise \u00c4nderungsbedarf im Urheberrecht sehen, die aktuelle EU-Urheberrechtsreform aber gerade in die andere Richtung zu gehen droht.&#8220;<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts1527&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2posts1527&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEs irritiert, dass die Bundesregierung jetzt die Eckpunkte ihrer \u201aStrategie K\u00fcnstliche Intelligenz\u2018 beschlie\u00dft, ohne die gerade eingesetzte Enquete-Kommission in ihrem Papier \u00fcberhaupt zu erw\u00e4hnen. 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