{"id":1701,"date":"2019-08-12T15:19:54","date_gmt":"2019-08-12T13:19:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?page_id=1701"},"modified":"2022-03-31T22:27:19","modified_gmt":"2022-03-31T20:27:19","slug":"ueber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/?page_id=1701","title":{"rendered":"\u00dcber uns"},"content":{"rendered":"<p><strong>Selbstverst\u00e4ndnis der LAG Betrieb &amp; Gewerkschaft<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gewerkschaften &#8211; wichtiger Bezugspunkt f\u00fcr Die Linke<\/strong><\/p>\n<p>Gewerkschaften, die urspr\u00fcnglichsten Zusammenschl\u00fcsse im Kampf um die Existenzbedingungen der Lohnabh\u00e4ngigen sind f\u00fcr die LINKE von besonderer Bedeutung. Millionen von KollegInnen sind im Arbeitsleben mit den Ausw\u00fcchsen kapitalistischer Produktion konfrontiert. Hier erfahren sie hautnah all die Verwerfungen, die sich aus einer falschen Politik ergeben. Hier ist ein wichtiger Raum zur Formierung kollektiver Gegenwehr von unten und f\u00fcr die Entwicklung einer breiten gesellschaftlichen Gegenkraft.<\/p>\n<p>Die LINKE betont sowohl das politische Mandat als auch die Autonomie und parteipolitische Unabh\u00e4ngigkeit der Gewerkschaften. Wir unterst\u00fctzen es ausdr\u00fccklich, wenn sich in den Gewerkschaften zus\u00e4tzlich zu ihren traditionellen gewerkschaftlichen Handlungsfeldern &#8211; der Betriebs- und Tarifpolitik &#8211; eigenst\u00e4ndige politische Aufkl\u00e4rung bei den Mitgliedern und Organisierung von Widerstand entwickelt.<\/p>\n<p>Wegen dieser \u00fcberragenden Bedeutung von Betrieben und Gewerkschaften ist es f\u00fcr uns selbstverst\u00e4ndliche Aufgabe, in Bereichen ohne Gewerkschaftliche Pr\u00e4senz alle Ans\u00e4tze zur gewerkschaftlichen Organisierung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Unser Verh\u00e4ltnis zu den Gewerkschaften<\/strong><\/p>\n<p>Innerhalb der Gewerkschaften wirken wir aktiv f\u00fcr eine k\u00e4mpferische, einzig und allein den Mitgliedern und Lohnabh\u00e4ngigen verpflichtete Politik. Gewerkschaftliche Demokratie ist uns dabei nicht nur ein Instrument, das man nutzen oder \u00fcbergehen kann. Sie ist unverzichtbar, weil es f\u00fcr Gewerkschaften als Gegenmacht auch darum geht, die Selbstaktivit\u00e4t m\u00f6glichst vieler Menschen voranzubringen und sie zu bef\u00e4higen, vom Objekt der Politik zum handelnden Subjekt zu werden.<\/p>\n<p>Gewerkschaften stehen jedoch nicht automatisch f\u00fcr eine Politik zur \u00dcberwindung der kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Ausgangspunkt ihrer Existenz ist zun\u00e4chst die Lohnabh\u00e4ngigkeit ihrer Mitglieder und das Kapitalverh\u00e4ltnis. Dies erzeugt objektiv einen m\u00e4chtigen Anpassungsdruck. Vor die Frage gestellt &#8222;Anpassung oder Widerstand&#8220; wird noch zu oft Co-Management und Sozialpartnerschaft als Politikmuster gew\u00e4hlt. Der notwendige breite Widerstand gegen die Agenda 2010 blieb aus.<\/p>\n<p>Viel zu langsam und z.T. inkonsequent wuchs die Erkenntnis, dass durch die Hartzgesetze u.a. mit dem Zwang, jede Arbeit anzunehmen, dem Sanktionskatalog und dem v\u00f6llig unzureichenden Arbeitslosengeld 2 die Menschenw\u00fcrde verletzt wird. Mit den Hartzgesetzen wurde zugleich ein ungeheuerer Druck auf jene ausge\u00fcbt, die noch Arbeit haben &#8211; um f\u00fcr sich Hartz IV zu vermeiden, wurden extreme Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen akzeptiert. Dies wiederum machte immer deutlicher wie wichtig ein gesetzlicher Mindestlohn ist. F\u00fcr LINKE GewerkschafterInnen muss es eine vorrangige Aufgabe sein diese Zusammenh\u00e4nge aufzuzeigen und gemeinsame K\u00e4mpfe u.a. zur \u00dcberwindung der Hartzgesetze zu organisieren. Diesem Ziel dient auch die St\u00e4rkung der Arbeitslosenvertretungen in den Gewerkschaften.<\/p>\n<p>Unter den Bedingungen des herrschenden Finanzmarktkapitalismus tendieren die Gewerkschaften h\u00e4ufig dazu vom Kapital organisierte Standortkonkurrenz mit Standard- Absenkungen zur regionalen bzw. nationalen Standortsicherung zu beantworten. Diese Orientierung gewerkschaftlicher Politik f\u00fchrt in die Sackgasse. Die Umverteilung von unten nach oben nimmt zu, der Lebensstandard der Lohnabh\u00e4ngigen und die Glaubw\u00fcrdigkeit von Gewerkschaften sinkt. Die Organisierung von Widerstand am Standort ist Grundlage daf\u00fcr eine Spirale nach unten zu verhindern und zugleich eine gute Grundlage, um national und international eine gemeinsame Abwehrfront gegen den Sozialabbau und Stellenvernichtung zu organisieren, das Selbstbewusstsein der Belegschaft zu entwickeln (oder voranzubringen) und das Ansehen und die Kampfkraft der Gewerkschaften zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>F\u00fcr die AG Betrieb und Gewerkschaft ist der Widerstand vor Ort und die Internationale Solidarit\u00e4t der Schl\u00fcssel zur Eind\u00e4mmung und \u00dcberwindung von betrieblicher wie nationaler Standortkonkurrenz. Wir unterst\u00fctzen deshalb alle Bem\u00fchungen grenz\u00fcberschreitende, solidarische gewerkschaftliche Konzepte, Aktionen und Zusammenarbeit zu entwickeln. Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr ein Streikrecht gegen Betriebsverlagerungen sowie f\u00fcr ein allgemeines politisches Streikrecht.<\/p>\n<p><strong>Unsere Rolle in der Partei<\/strong><\/p>\n<p>Wir sehen DIE LINKE nicht als Wahlverein. In der Partei setzen wir uns deshalb daf\u00fcr ein, dass in der Mitgliedschaft und allen Gremien die gro\u00dfe Bedeutung der Lohnabh\u00e4ngigen, der Betriebe und Gewerkschaften f\u00fcr die Entwicklung sozialer Bewegungen und einer breiten gesellschaftlichen Gegenmacht anerkannt und in politisches Handeln umgesetzt wird.<\/p>\n<p>Es ist die Aufgabe der Partei DIE LINKE, in Standortauseinandersetzungen<br \/>\ndie Auswirkungen von Standardsenkungen dauerhaft zu thematisieren und Korrekturen einzufordern.<\/p>\n<p>Gleichwohl ist der erfolgreiche Ausgang von Wahlen von gro\u00dfer Bedeutung, auch weil f\u00fcr den Erfolg au\u00dferparlamentarischer K\u00e4mpfe eine Projektionsfl\u00e4che im Parlament notwendig ist. Notwendig ist eine antikapitalistische politische Kraft, die fortschrittliche gewerkschaftliche Interessen zusammenfassend formuliert.<\/p>\n<p>Damit dies auf der H\u00f6he der Zeit geschieht, ist es Aufgabe der AG B&amp;G, einen st\u00e4ndigen Stoffwechsel auch unserer Parlamentarier mit allen k\u00e4mpferischen, fortschrittlichen Kr\u00e4ften in den Gewerkschaften zu organisieren.<\/p>\n<p>Wie die Gewerkschaften, sind auch Parlamentarier linker Parteien einem m\u00e4chtigen Anpassungsdruck ausgesetzt. Die Entwicklung der GR\u00dcNEN von einer kapitalismuskritischen Bewegungs-Partei mit parlamentarischem Spielbein zu wirtschaftsliberalen Kriegsbef\u00fcrwortern demonstriert dies<br \/>\neindrucksvoll. Ebenso wie wir linkes Korrektiv in den Gewerkschaften sein m\u00fcssen, muss die AG B&amp;G in der Partei als Korrektiv wirken gegen Tendenzen, die eigenen Sozial- und Gewerkschaftspolitischen Positionen und Forderungen zur\u00fcckzuschrauben, um Koalitions- und Regierungsf\u00e4hig zu werden.<\/p>\n<p>Linke gewerkschaftliche Politik mit system\u00fcberwindender Perspektive konsequent in der Partei vertreten, und als linkes Korrektiv in den Gewerkschaften wirken, das sind zwei Seiten derselben Medaille, die die AG B&amp;G auszeichnen sollen.<\/p>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-page pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2pages1701&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/index.php?rest_route=wpv2pages1701&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\"><img src=\"https:\/\/www.betriebundgewerkschaft-bw.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbstverst\u00e4ndnis der LAG Betrieb &amp; Gewerkschaft &nbsp; Gewerkschaften &#8211; wichtiger Bezugspunkt f\u00fcr Die Linke Gewerkschaften, die urspr\u00fcnglichsten Zusammenschl\u00fcsse im Kampf um die Existenzbedingungen der Lohnabh\u00e4ngigen sind f\u00fcr die LINKE von besonderer Bedeutung. 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