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Ein „MUSS“-Artikel in der JW zum Thema Pflegenotstand

Das ganze Desaster vor allem in der Altenpflege wird in diesem Artikel hervorragend aufgearbeitet. Beachtenswert ist vor allem, dass es der Gesundheitsminister Jens Spahn gewesen sein könnte, der auf die Caritas einwirkte, den ausgehandelten Tarifvertrag nicht übernehmen zu wollen, und damit die Allgemeinverbindlichkeit zu sabotieren. Wenn dem aber so wäre, dann steckt da dahinter der Unwille der CDU, das Desaster aufzulösen. Spahn ahnt, dass das nur bezahlbar sein kann durch massive Steuerzuschüsse ins System oder durch eine Beitragserhöhung im Bereich der Kranken- und Pflegeversicherung: Aus Sicht der „MIT“ in der CDU käme das einer Lohnerhöhung gleich. Denn es gilt das Dogma: Die so genannten Lohnnebenkosten dürfen 20% nicht überschreiten. Und den auf Arbeitnehmer abgewälzten Zusatzbeitrag zu erhöhen, getraut sich – nicht nur in einem Superwahljahr – wohl eher niemand.

Den ganzen Artikel gibt es hier: KLICK




Diakonie-Beschäftigte fordern Coronaprämie

Petition mit 5.464 Unterschriften an Diakonisches Werk Württemberg übergeben

ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – Landesbezirk Baden-Württemberg Stuttgart, 13 Juli 2020

Eine Delegation von Beschäftigten diakonischer Einrichtungen in Württemberg und von ver.di Baden-Württemberg hat heute Mittag in Stuttgart dem Diakonischen Werk Württemberg als Dachverband der diakonischen Arbeitgeber eine Petition mit 5.464 Unterschriften übergeben. Die unterzeichnenden Beschäftigten fordern das Diakonische Werk auf, dafür zu sorgen, dass alle Diakonie-Beschäftigten eine Prämie bekommen und nicht nur die Beschäftigten der Altenpflege.

Irene Gölz, ver.di Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales: „Die Prämie ist eine Anerkennung für erhebliche Belastungen und Risiken in der Pandemie. Beifallklatschen war eine schöne Geste, reicht aber alleine nicht aus. Die Beschäftigten haben die Versorgung und Betreuung der Patientinnen und Patienten, der Klientinnen, der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen am Laufen gehalten. Dafür brauchen sie jetzt eine Anerkennung und vor allem zukünftig die materielle Aufwertung ihrer Berufe.“

Der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, hatte im Vorfeld die persönliche Entgegennahme der Unterschriften aus terminlichen Gründen abgesagt. Die Unterschriften wurden deshalb öffentlich in den Briefkasten des Diakonischen Werks in Stuttgart eingeworfen.

Mit dem Absageschreiben hat der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann zudem mitgeteilt, dass ver.di als Gewerkschaft nicht ihr „Gegenüber“ sei, sondern die Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (AGMAV).

„Das Diakonische Werk hat damit die Gewerkschaft ver.di als Vertretung der Beschäftigten in unmissverständlicher Offenheit in Frage gestellt. Sie haben mit dieser Ablehnung vor allem aber 5.464 Beschäftigte und ihre Unterstützerinnen sowie alle in ver.di organisierten Diakonie-Beschäftigten vor den Kopf gestoßen. Wir erwarten jetzt eine erkennbare Initiative der diakonischen Arbeitgeber und ein positives Zeichen an ihre Beschäftigten.“




Von der Herstellung der Schoki-Karten (Foto-Strecke)

Florian packt die fertigen Karten zusammen. Es muss eine bestimmte Reihenfolge beachtet werden, sonst lassen sich die Karten nicht stapeln . . .

Günter im Akkord: 24 Karten auslegen, 24 mal Schokolade draufkleben, 24 Karten zusammenpacken.

Inhaltlich geht es bei den Karten im Einzelhandel auch um die Tarifflucht bei real.-. Hier die Karten für die Kunden des Einzelhandels.

Stefan an der Klebepistole


So sehen die Karten für die Verkäufer*innen aus.

8.840 Schoki-Karten sind versandbereit

Die Karten für die Pflegenden gehen auch für Altenheime.

 




Verteilen der Schoki-Karten in Ludwigsburg (Foto-Strecke)

Auch im KV Ludwigsburg gab es Aktionen. Z.B. in Marbach, im Bottwartal sowie in Bietigheim-Bissingen und Besigheim. Bei Pflegekräften am Krankenhaus, Einzelhandelskunden und natürlich den Einzelhandelsbeschäftigten gab es sehr großen Zuspruch.
Gruß
Walter




Genug Gespahnt! (eMail aus dem Karl-Liebknecht-Haus)

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

gemeinsam haben wir den notwendigen politischen Druck auf Spahn & Co. aufgebaut. Sie können den Pflegenotstand nicht mehr leugnen und reagieren nach einem Jahrzehnt der Ignoranz zum ersten Mal mit ersten Schritten in die richtige Richtung. Das ist ein Erfolg unseres breiten Bündnisses von Pflegerinnen und Pflegern, Aktivistinnen und Aktivisten und Gewerkschaften mit unserer Kampagne gegen den Pflegenotstand.

Der Entwurf des sogenannten „Pflegepersonalstärkungsgesetzes“ sieht Folgendes positives vor:

  • Ab nächstem Jahr sollen Krankenhäuser zusätzlich Geld bekommen, um dringend benötigte zusätzliche Stellen zu finanzieren.
  • Pflegepersonalkosten werden erstmalig wieder aus den Fallpauschalen (DRGs) herausgenommen und zu Selbstkosten finanziert. Ein erster richtiger Schritt weg von der Profitlogik.

Ohne den Druck auf Merkel und Spahn von links und der Beschäftigten, die überall im Land streiken und protestieren, wäre das nicht möglich gewesen. Die Tür ist ein Spaltbreit geöffnet, lasst sie uns ganz aufstoßen! Spahn und Co. haben trotzdem nicht verstanden, was zur Bekämpfung des Pflegenotstands nötig ist. Wir finden deshalb Folgendes absolut unzureichend:

  • Eine bedarfsgerechte Pflegepersonalbemessung ist im Gesetzesentwurf nicht vorgesehen.
  • Der Personalschlüssel darf sich nicht an den am schlechtesten ausgestatteten Stationen orientieren.
  • Die Stärkung qualifizierter Ausbildung im Pflegebereich findet nur ungenügend statt.
  • Die Stärkung der Altenpflege findet wenig Beachtung.

Damit sich nicht wieder die Ignoranz der Politik vor den gesellschaftlichen Problemen durchsetzt: Jetzt nicht nachlassen!

Dafür haben wir ein Onlineaktionspaket für Dich vorbereitet, mit der Du unsere gemeinsamen Forderungen in den Sozialen Medien, aber auch auf der Straße verbreiten kannst.

Hier findest Du eine neue Kopiervorlage zur aktuellen Situation und die dazugehörige Druckvorlage, ein Share-Pic zum Teilen bei Facebook und Instagram, eine Muster-Pressemitteilung und hier noch mal alles gesammelt im Download-Portal.

Solidarische Grüße

Malte und Christoph
(für das Kampagnenteam)

Für Aktionen zum sogenannten „Pflegepersonalstärkungsgesetz“ stellen wir Dir zur Verfügung:

1) eine Text für Öffentlichkeitsarbeit als Druckvorlage und als Kopiervorlage

2) eine Muster-Pressemitteilung für begleitende Pressearbeit vor Ort

3) ein Share-Pic für Social-Media

Alle Kampagnenmaterialien stehen Dir gesammelt im Download-Portal zur Verfügung.

Aktionsblog jetzt online:

auf unsere Kampagnenwebseite www.pflegenotstand-stoppen.de findest Du ab sofort den Bereich Aktionen. Dort berichten Aktivistinnen und Aktivisten über ihre Erlebnisse und Erfahrungen, die sie mit der Kampagnenarbeit gemacht haben. Wir können alle viel voneinander lernen! Erfahrungsberichte über Erfolge, aber auch Misserfolge sind für uns alle wertvolles Wissen. Wenn Du auch einen Beitrag hast, schreib uns eine Mail an: aktion@pflegenotstand-stoppen.de